Test: Sharp XP-P701U-W

Test aus AV-views 2-2026

Projektor Sharp XP-P701U-W
Der LCD-Projektor XP-P701U von Sharp konnte in allen Punkten voll überzeugen.

Nur einen Projektor haben wir uns heute in den Test genommen: Von Sharp kam der XP-P701U-W, ein qualitativ sehr hochwertiger LCD-Projektor, dessen Einsatzschwerpunkte in den Bereichen Universitäten, bei großen Firmenpräsentationen aber auch in Konferenzräumen oder etwa Museen sein dürfte.

Nach über zehn Jahren, in denen die Namen Sharp und NEC parallel in den Bereichen der Projektoren und Displays genannt wurden, ist nunmehr die Übergangszeit vorbei. Das Joint Venture läuft aus und inzwischen kommen alle Hardware- und Service-Produkte aus dem Hause Sharp Electronics Europe, so auch unser heutiges Testprodukt, der XP-P701U-W.

Es handelt sich um einen sehr lichtstarken LCD-Installationsprojektor, Sharp nennt eine Lichtleistung von 7000 Lumen bei einer Auflösung von 1920 x 1200 Bildpunkten. Das Gerät wurde speziell für den Einsatz in Unternehmen und an Hochschulen entwickelt und ist dank seiner Laser-Phosphor-Lichtquelle und seinem versiegelten Kühlsystem für einen wartungsfreien Dauereinsatz geeignet. Das von Sharp entwickelte Kühlsystem bietet zudem den Vorteil, dass der Projektor nur geringe Betriebsgeräusche produziert, die sich durch die stufenlose Anpassung der Lichtleistung nochmals reduzieren lassen. Für Flexibilität bei der Aufstellung / Installation sorgt der Lens-Shift von horizontal +- 20 % und vertikal + 44 %, so dass das Gerät auch verzerrungsfreie Bilder liefert, wenn es nicht exakt zentral vor der Projektionsfläche installiert werden kann.

Bezüglich seiner Abmessungen mit einer Grundfläche von etwa 48 x 40 Zentimetern liegt er im für ein solches Gerät üblichen Bereich. Das Gehäuse ist sachlich rechteckig und schützt das Projektionsobjektiv, das sich dezentral links von der Mitte befindet. Es kann in Zoom und Fokus direkt an der Linse justiert werden. Unter einer Abdeckung an der Oberseite sind zwei Stellräder für den horizontalen und vertikalen Lens-Shift. Übersichtlich und auf das Notwendige beschränkt zeigt sich das rückwärtige Anschlussfeld. Da sind natürlich zwei HDMI-Buchsen zu finden, aber auch per HDBaseT kann der Projektor mit digitalem Bildsignal versorgt werden. Das ist besonders dann praktisch, wenn etwas längere Leitungswege benötigt werden. Aber auch ohne externen Zuspieler kann der Projektor zum Einsatz kommen. Über eine USB-A Buchse lassen sich dank des integrierten Viewers zum Beispiel auch Bildershows automatisch abspielen.

Insbesondere fest installierte Projektoren werden häufig in eine Medien- oder Raumsteuerung eingebunden. Dazu gibt es beim XP-P701U zwei Möglichkeiten. Genutzt werden kann die serielle Schnittstelle RS232, über die viele einfache Kontroll- und Schaltfunktionen per ASCII-Steuerbefehle genutzt werden können. Wesentlich komplexer sind allerdings die Möglichkeiten, die der im Projektor integrierte HTTP-Server bietet. Er ist problemlos über die LAN-Buchse erreichbar und unterstützt verschiedene Protokolle wie Crestron-Steuerungseinstellungen, AMX-Einstellungen, PJLink-Einstellungen und vieles mehr.

Für unseren Test haben wir per HDMI unser Bildsignal angelegt. Nach dem Einschalten des Projektors dauerte es ca. 17 Sekunden, dann machte sich der Lüfter zunächst vehement bemerkbar, um dann allerdings nach insgesamt 52 Sekunden seine Arbeit in angenehmer Ruhe fortzusetzen. Bis das anliegende Bildsignal auf der Bildwand erschien, verging insgesamt etwa eine Minute.

Lichtleistung und Farbe

Unser Testgerät läuft im Bildmodus „Presentation“ und wir sind sofort begeistert von der Farbqualität und der Dynamik der Darstellung. Alle satten Farben werden sauber und strahlend dargestellt und die Abstufungen der Pastelltöne erfolgt gleichmäßig und harmonisch. Im Bildmodus „Video“ sind die Darstellung und die Pastellabstufungen sanfter und weniger kontrastreich. Wir wechseln nun zu „High-Bright“, der Einstellung mit der höchsten Lichtleistung, die bei vielen Geräten nur durch eine unsauberere Farbdarstellung erreicht wird. Das liegt häufig daran, dass der Weißton Richtung „Grün“ verschoben wird, was zu einer höheren messbaren Lichtleistung führt. Aber unser Testgerät überrascht uns auch hier positiv. Selbst in der hellsten Einstellung gibt es nichts an der Farbqualität auszusetzen!

Wir sind jetzt gespannt was unsere Messung des Nutzlichtstroms ergibt. Projiziert wird, wie die Norm es vorsieht, eine weiße Fläche und in der Projektionsebene wird die Beleuchtungsstärke mit einem kalibrierten Luxmeter an neun Punkten festgestellt. Der Durchschnitt daraus ergibt auf einen Quadratmeter umgerechnet die Lichtleistung in Lumen. Und auch hier glänzt unser Testkandidat, ein XP-P701U-W von Sharp: Wir stellen einen Nutzlichtstrom von satten 7771 Lumen fest, das sind 11% mehr, als der Hersteller angibt. Auch das Ergebnis in der Einstellung „Presentation“ liegt mit 6550 Lumen noch voll im Toleranzbereich der angegebenen 7000 Lumen.

Nun, da wir sicher sind, bei der Lichtleistung voll im gewünschten Bereich zu liegen, können wir auch mal mit den Einstellungen spielen. Für viele Arbeitssituationen könnte es sinnvoll sein, den Lichtmodus auf „Silent“ zu stellen oder ihn stufenweise anzupassen. Sehr angenehm ist, wie still der Projektor dann arbeiten kann.

Sharp XP-P701U-W: Lichtleistung in lm

Sharp XP-P701U: Auflösung. Lichtleistung lt. Hersteller: 7000 Lumen

755083807500
772086207660
736079607190

E = 7771 Lumen, gemessen in enger Anlehnung an IEC. Prozentuale Lumen-Abweichung von Herstellerangabe: 11%, Lichtl. bei „Video“: 6244 Lumen, Lichtl. bei „Präsentation“ / „Normal“: 6550 Lumen, G2 = Emin/Emax * 100 = 83%

An keiner der Farbeinstellung gibt es etwas auszusetzen.

Fazit

Der XP-P701U-W von Sharp konnte uns voll überzeugen. Nicht nur, weil er mit seiner Lichtleistung satt über den Herstellangaben lag, sondern auch, weil er in allen Bildmodi farblich voll überzeugen konnte. Das von Sharp entwickelte voll geschlossene Kühlsystem in Kombination mit einer aktuellen Laser-Phosphor Lichtquelle verspricht nicht nur einen wartungsfreien Betrieb über die gesamte Lebensdauer des Projektors, sondern erlaubt es auch, das Gerät in beliebigen Raumlagen zu betreiben. Als LCD-Projektor mit einer physikalischen Bildauflösung von 1920 x 1200 Bildpunkten ist er in der Lage, auch feine Details darzustellen. Selbst Auflösungen von bis zu 4K UHD stellen kein Hindernis dar.

Technische Daten: Sharp XP-P701U-W

Hersteller:Sharp
Modell:XP-P701U
System:3 x 2 cm (0,79“) Poly-Si TFT
Auflösung (physikal.):WUXGA 1920 x 1200
Darstellb. Auflösung:3840 x 2160 4K UHD
Lichtleistung angegeben:7000 Lumen
Lichtleistung gemessen:7770 Lumen (IEC)
Lichtleistung „Video“:6240 Lumen
Ausleuchtung angegeben:k.A.
Ausleuchtung gemessen:83 %
Kontrastverhältnis:1:3.000.000:
Lampe:Laser/Phosphor
Lebensd. Lampe:20.000 h
Ablenkfrequenzen:
H-sync:15 – 100 kHz
V-sync:50-120 Hz
Obj.-Bedienung:manuell
Entf. f. Bildgröße 1m²:1,34 m
Lensshift:v: +44% h: +-20%
Projektions-Verhältnis:1.08-1.76:1
Bildant. über opt. Achse:100 %
Versorgungsspannung:100-240 V
Leistungsaufnahme:375 W
Leistungsaufn. Standby:8/0,3 W
Audioverstärker:16 W
Anschlüsse:.
RGB in/out(Computer):nein
RGB (BNC-Anschlüsse):nein
Video (FBAS):nein
Komponenten:nein
S-Video:nein
Digitaleingang:2 x HDMI/HDCP, 1 HD.BaseT
Serielle (RS232):ja
USB:Viewer mit Power (2A)
Netzwerk:ja, RJ45
Betr.-Geräusch:31 (22) dB
Abluftaustritt:rechts
Abmessungen (HxBxT):143 x 480 407 mm
Transportmaß über alles *):141 x 477 x 407 mm
Gewicht:9,60 kg
Einsatzgewicht **):9,7 kg
Fernbedienung:IR
Besonderheiten: 
Garantie: 
Marktpreis inkl. MWSt:3300 €

*) inklusive aller festen, überstehenden Teile, **) mit Netzkabel, Bildsignalkabel und einsatzbereiter Fernbedienung